Also, Sie möchten einen jungen Hund kaufen und Sie sind bereit bei FCI Züchtern nachzuschauen. (Siehe unten "Seriöser Züchter") Üblicherweise geben Züchter ihre Welpen nicht vor 10 bis 12 Wochen nach der Geburt ab, und oft sind Welpen schon vor der Geburt reserviert. Wenn nicht, lernt der künftige Hundebesitzer seinen Hund erst an dem Tag kennen, da er ihn auswählt und mitnimmt. Besser ist es allerdings, den Welpen schon vorher auszusuchen und ihn zwischendurch einige Male zu besuchen.
Ein paar wichtige Dinge sollte man vor dem Erwerb eines Hunds stets beachten. Bevor man sich die Welpen ansieht (die so drollig sind, dass ihre Gegenwart den gesunden Menschenverstand garantiert beeinflussen wird), geht es um ihre Ahnen. Der Züchter soll nachweisen, dass zumindest die Eltern des Wurfes frei von Hüftgelenksdysplasie (HD) - einer Deformation des Hüftgelenks - sind. Der Nachweis ist problemlos möglich, da das tierärztliche Untersuchungsergebnis im Ahnenpass eingetragen wird.

Nehmen Sie sich die Mutterhündin vor. Macht sie einen gesunden, gut gepflegten Eindruck und zeigt sie keine suspekten Verhaltensweisen, wie Überängstlichkeit, Aggressivität oder übersteigerte Nervosität ? Falls, was nicht immer vorkommt, auch der Vaterrüde im selben Zwinger lebt, wird man natürlich auch ihn kritisch betrachten. Dann endlich kommen die Welpen an die Reihe. Die Box oder der Bereich, in dem sie sich aufhalten, kann nicht blitzsauber sein, doch ein Mindestmass an Sauberkeit und Hygiene muss herrschen, und zwar nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern um der Gesundheit der jungen Hunde willen!
Bei dieser Gelegenheit kann man sich auch gleich den Impfpass der Welpen vorlegen lassen, um sicherzugehen, dass sie bereits die erste Impfung gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Tollwut und Parvovirose erhalten haben. Ein professioneller Züchter weiss, wie wichtig diese Grundimpfungen sind, und er wird sie nicht - unter Hinweis auf den geringen Kaufpreis der Welpen - den neuen Besitzern überlassen.
Ein gesunder, normaler Hundewelpe überschäumt während seiner täglichen Aktivphase fast vor Neugier und Tatendrang, und da jeder Besucher etwas höchst Interessantes ist, wird der Neuling entsprechend empfangen und untersucht.
Der Besucher seinerseits sollte die jungen Hunde auch inspizieren. Wie ist der allgemeine Ernährungszustand? Der Bauch der Welpen nicht gebläht, was auf einen Wurmbefall hindeuten könnte? Die Augen glänzend, klar und ohne wässrigen, schleimigen oder gar eitrigen Ausfluss, welche Anzeichen für eine unangenehme Augenentzündung sein könnten? Kein Nasenausfluss, der häufig mit in diesem Alter gefährlichen Erkrankungen einhergeht? Keine Anzeichen für eine Ohrenentzündung vorhanden, d. h, kratzt sich der Welpe nicht ständig, sind die Ohren rein und ohne üblen, ranzigen Geruch? Kein Hinweis auf Zwlngerhusten? Sind keine Hautparasiten, d h vor allem Flöhe, bemerkbar, die als Überträger von Würmern gerade im Welpenalter sehr gefährlich sind? Ganz abgesehen davon, dass der ständige Juckreiz, den sie verursachen, den jungen Hund unruhig macht. Glänzt das Fell, was fast immer ein Beweis für einen guten Allgemeinzustand ist.
Ruten und Ohren dürfen von Gesetztes wegen in der Schweiz nicht mehr kupiert werden. Achten Sie bei den Welpen darauf und unterstützen damit die Züchter, welche sich an diese (und auch andere) Vorschriften halten.
Zeigt die Inspektion, dass der gesamte Wurf in bester Verfassung ist, dann endlich darf man den Verstand etwas beiseite und das Gefühl stärker walten lassen. Unter der Schar der munteren und unternehmungslustigen Hundewelpen, die allesamt drolliq und liebenswert sind, sollte man sich denjenigen wählen, der einem schlicht und einfach am sympathischsten ist. Schliesslich wird man viele Jahre mit seinem Hund zusammenleben, und da ist Zuneigung wohl nicht so ganz unwichtig.
Ist die Wahl getroffen und der Abschluss perfekt, dann
achten sie darauf, dass sie den internationalen Impfpass, sowie die FCI Ahnentafel
(Pedigree) erhalten. Beide Papiere sind im Kaufpreis inbegriffen und sie müssen dafür
nicht zusätzlich bezahlen.
Certodog, eine Stiftung für das Wohl des Hundes unterstützt und fördert die Anwendung und Weiterentwicklung von Massnahmen zum Wohl des Hundes im In- und Ausland, namentlich zur Förderung des Tierschutzes in Zucht, Haltung, Pflege und Ernährung auf ethischer, naturwissenschaftlicher und rechtlicher Grundlage. Sie vergibt Qualitätssiegel an Züchter. (Siehe dazu auch "Goldenes Gütezeichen" der SKG)
Wir raten Ihnen im Internet unter dem Suchbegriff "Hundekauf"
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können sich umfassend über alle Aspekte eines Welpenkaufs und die miesen Tricks gewisser
Hundehändler informieren.
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Einen seriösen, guten Züchter erkennt man keinesfalls an der Menge der gesammelten Championtitel oder an seiner Pokalsammlung. Sie erkennen ihn nicht an der keimfreien Aufzuchtstätte und nicht am Golddruck auf seiner Visitenkarte. Einen guten Züchter erkennt man vor allem an seiner Einstellung zu Hunden im allgemeinen und im besonderen, an seinem unablässigen Bemühen um ihr Wohlergehen und am Praktizieren einer naturgemässen Aufzucht.
Er hat zum einen die Rasse als Ganzes im Visier, die er verbessern helfen will, zum anderen jeden einzelnen seiner Hunde, für den er Entscheidungen treffen muss. Er wird alles tun, um seiner Verantwortung gerecht zu werden, denn wer mit Leben hantiert, braucht jenseits aller offiziellen Zuchtbestimmungen einen Ehrenkodex, nach dem er handelt. Seriöse Rassehundezucht zeichnet sich vor allem durch ihre Transparenz und ihre Kontrollierbarkeit aus. In der Schweiz hat sich dies die Schweizerische Kynologische Gesellschaft und Certodog auf die Fahnen geschrieben. Organisiert zu sein bedeutet also nichts anderes, als dass sich ein Züchter Spielregeln und Kontrollmechanismen unterwirft, die nachvollziehbar für jedes Mitglied des Dachverbandes festgeschrieben sind.

Nicht organisierte Züchter sind zum einen solche mit (Rasse-)Hunden, die keinem Verein/Verband angehören, aber auch jene Hündinnenbesitzer, die etwa einen ungewollten Mischlingswurf grossziehen. Das Problem ist, dass solche "Welpenanbieter" weder die Lobby noch die Unterstützung noch die Kontrolle einer organisierten Zucht vorweisen können und es nicht selten an kynologischem Know-how fehlt. Hier ist der Ehrenkodex besonders gefordert, und es muß die Frage gestellt werden, aus welchen Gründen sich etwa der "Schwarzzüchter" den hohen Anforderungen an organisierte Kollegen entzieht. Kriminell wird es, wenn mit Hunden gezüchtet wird, die im Club Zuchtverbot hätten, weil Wesensmängel und/oder Gesundheitsprobleme dort einen Zuchteinsatz ausschliessen würden. Wer Papiere ohne das SKG/ FCI-Emblem vorgelegt bekommt, sollte sich eingehend erkundigen, wie sie zustande gekommen sind und welche Zuchtbestimmungen zugrunde liegen; lässt die Auskunft zu wünschen übrig, wird merkwürdig oder gar nicht auf solches Nachhaken reagiert, auf jeden Fall Finger weg!
(Textquelle: Rudenz Stoll, Hunde 10/1999)
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12. 08. 2006